6,5 Heldentode

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele
Premiere: 29. Juli, weitere Aufführungen 1. und 6. August, jeweils 21 und 22 Uhr.

Wie stirbt eine Heldin? Wie zeigt sich Heldenhaftes in der Darstellung epischer Tode? Die spekulative Führung „6,5 heldentode“ widmet sich der Erforschung maskuliner Repräsentationsmechanismen und arbeitet an ihrer Unterbrechung. Eine weibliche Performerin nimmt sich die sterbenden Helden zur Brust und bringt es – wortwörtlich – für sie zu Ende. Um zu neuen Schlüssen zu gelangen: Wie müssten epische Szenarien aussehen, um auch „unheroische“ Körper, ihre Kämpfe und Geschichten zu beherbergen?

Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage nach dem Ende. Was bedeutet es, wirklich etwas zu beenden, was bringt eine*n dazu, „Stop“ zu sagen? Ein Minipublikum wird direkt aufgefordert, persönlich Verantwortlichkeiten zu bestimmen und das Beenden zu übernehmen. So wird der Sumpf aus Zuschreibungen und medialisierten Darstellungen durchwandert und die Möglichkeit eines kollektiven Stops erkundet.

Konzept & Performance: Hanna Steinmair; Musik & Soundscapes: Kristin Gerwien; Dramaturgie: Helen Brecht; Kostüm, Requisite & Grafik: Chiara Marcassa; Technische Beratung Klang: Louisa Beck; Lichtkonzept: Rahel Kesselring; Bewegunsgcoach: Frédéric de Carlo; Titelcollage @ Chiara Marcassa; Dank an: DAV Kletterzentrum, Andreas Kaiser, David Bräuer

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und die Hessische Kulturstiftung.

Presse

Die Qualität der Performance liegt gerade darin, dass sie im Gegensatz zu den großen Heldeninszenierungen kleine Mittel wählt und von der direkten Begegnung zwischen Steinmair und dem Publikum lebt. Dabei entstehen viele amüsante Momente. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)